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Dunkle Donau

304 Seiten, € 11,90, ISBN 978-3-95451-954-5, Emons Verlag 2016

 

„Das Dolce Vita Italiens mitten in Regensburg, umhüllt von einer Story, die den Werken großer Krimi-Autoren in nichts nachsteht“

(Donaukurier, Ingolstadt)

„Mit der spritzigen Privatdetektivin Anna di Santosa ist der Schriftstellerin der Durchbruch gelungen“

(Der Neue Tag, Weiden)

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Privatdetektivin und ex-Polizistin Anna di Santosa soll für den Industriellen Svoboda den Verfasser eines Drohbriefes ausfindig machen – ein an und für sich leichter Fall. Doch dann wird vor ihren Augen eine wichtige Informantin erschossen. Oder galt die Kugel etwa ihr selbst? Entschlossen macht sich die deutsch-italienische Ermittlerin auf die Suche nach der Wahrheit – und stößt dabei auf ein verstörendes Verbrechen. Eine Jagd von Regensburg und Ulm über die nördliche Oberpfalz bis zur tschechischen Grenze – atemlos, packend, bedrohlich.

 

Hildegunde Artmeiers Sprung in die Oberklasse mit der neuen Figur Anna di Santosa ist ein Volltreffer ... eine wirklich spannende Story mit allem, was ein guter Krimi braucht. Unbedingt lesenswert!

(Wolfgang Burger, Krimiautor)


Pressestimmen:

Wer Italien liebt und Krimifan ist, kommt an ihr nicht vorbei: Hilde Artmeier , die seit 30 Jahren im Raum Regensburg lebt, führt in „Dunkle Donau“, ihrem dritten Roman um die Privatdetektivin Anna di Santosa, zu einem Rachefeldzug quer durch die Oberpfalz nach Ulm bis zur tschechischen Grenze. Der Fall scheint auf den ersten Blick harmlos. Doch der Drohbrief an den Industriellen Jiri Svoboda, dem die deutsch-italienische Ermittlerin auf den Grund gehen soll, führt tief in die Vergangenheit des wohltätigen Mannes – und bringt die Protagonistin nicht nur einmal in Gefahr. Spannend und unterhaltsam geschrieben macht das Buch Appetit auf mehr – gutes italienisches Essen eingeschlossen.

(Donaukurier, Ingolstadt)

 

Jeder Charakter wird sorgfältig gezeichnet. Starke Typen sind ebenso darunter wie sensible, angegriffene. Das bringt Abwechslung und Farbe in den Roman … Anna di Santosa ist eine starke Frauengestalt.

(Mittelbayerische Zeitung)

 

Mit „Dunkle Donau“ ist der Autorin Hilde Artmeier ein erstklassiger Krimi gelungen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich wunderbar flüssig lesen. Von Anfang an ist man von der Geschichte gefesselt und Hilde Artmeier gelingt es, die Spannung immer weiter aufzubauen. Detailliert beschreibt die Autorin die Handlungsorte und Charaktere, so dass sich der Leser alles deutlich vorstellen kann. Mit der sympathischen Privatdetektivin Anna di Santosa hat Hilde Artmeier eine wirklich tolle Protagonistin geschaffen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfiebern. Fazit: Rundum gelungener Krimi! Meine absolute Leseempfehlung!

(www.mordsbuch.net)

 

Lesermeinungen:

Mein Fazit: Herzlichen Glückwünsch - „Dunkle Donau“ ist rundum gelungen! Viel zu schnell habe ich die knapp 300 Seiten "verschlungen" … Ich bin begeistert von Ihrer unvergleichlichen Art, Situationen, Orte und das Innenleben Ihrer Charaktere zu schildern. Sie schreiben spannend, mitreißend aber auch immer wieder emotional sehr berührend … Auch der italienische Einschlag Ihrer Romane gefällt mir sehr gut und lockert die Handlung ungemein auf. Mit Anna di Santosa haben Sie einen sehr sympathischen Charakter geschaffen, der "das Herz am rechten Fleck hat" … Ich hoffe, dass Sie uns noch viele gute Krimis schenken … Machen Sie weiter so!

(Michael Schenkl, Regensburg)

 

Hilde Artmeier hat einen spannenden, atmosphärisch dichten Krimi geschrieben. Von Anfang an fiebert man mit der sympathischen Ermittlerin mit und taucht immer tiefer in die psychologisch aufgebaute Geschichte hinein. Ein echtes Leseerlebnis jetzt in der dunklen Jahreszeit!

(Eva Klingler)

 

„Das Buch hat mich wirklich begeistert … absolut spannend und mit großer Detailkenntnis geschrieben.“ Und zum Schauplatz Oberpfalz: „Endlich eine Autorin die diesen literarisch absolut vernachlässigten, Teil Bayerns zum Schauplatz gewählt hat. Allgäu, Franken, München sind sicherlich interessante Krimischauplätze, aber es gibt auch noch andere Gegenden in Bayern die es wert sind mit Niveau literarisch bearbeitet zu werden.“

(Julia Tröger-Hierl)

 


Leseprobe:

 

»Sie haben heute etwas gesagt, das mir sehr zu denken gegeben hat«, sagte Yvonne Urban endlich. Sie klang fast ein wenig beschämt und erinnerte nicht mehr im Entferntesten an die Königin, in deren Rolle sie noch vor wenigen Stunden geschlüpft war. »Es ist wahr, ich bewundere Jiří. Von Anfang an habe ich ihn bewundert. Er ist so völlig anders als alle Menschen, die ich jemals kennengelernt habe … »Jiří hat Träume und vor allem hat er Ideale, das hat mir von Anfang an imponiert. Ich habe sofort gespürt, dass er ein klares Ziel vor Augen hat. Und dass er bereit ist, alles dafür zu tun.«

  Ihr Ton war nun sehr persönlich geworden. Wieder sah sie hinunter auf den Fluss, noch immer angespannt, als suchte sie etwas auf der silbernen Wasseroberfläche, das sie dort vor Langem verloren hatte.

  »Und der Erfolg hat ihm recht gegeben, in Ulm genauso wie hier in Regensburg«, fügte sie nachdenklich hinzu. »Aber es gibt leider auch Menschen, die eifersüchtig sind auf seinen Erfolg

  »Menschen wie Kranich, fragte ich.

  Yvonne Urban nickte.

  »Hat es zwischen ihm und Herrn Svoboda Streit gegeben – damals, nach dem Unfall

  Immer noch starrte sie auf das glitzernde Wasser, schien mich völlig vergessen zu haben. Irgendwann sah sie mich an, doch wie durch einen Nebel, und kehrte nur langsam wieder zurück auf die sonnenhelle Terrasse. Ohne sie aus den Augen zu lassen, führte ich das Glas an die Lippen. Zu spät bemerkte ich den Löffel, der immer noch darin steckte. Ich wollte ihn auf den Tisch legen, verfehlte dabei die Platte. Klimpernd fiel er zu Boden. Ich fluchte leise auf Italienisch, bückte mich.

  »Und wie sie gestritten haben«, hörte ich sie sagen. »Mit einem Menschen wie Kranich kann ...«

  Später wusste ich nicht mehr, was ich zuerst wahrgenommen hatte. Dieses Zischen über meinem Kopf, als ich mich wieder aufrichtete. Diesen kleinen, überraschten Laut, von dem ich erst den Bruchteil einer Sekunde später verstand, dass Yvonne Urban ihn ausgestoßen hatte. Ihre weit aufgerissenen, wie eingefroren wirkenden Augen, als ich den Blick hob und sie wieder ansah, das Blut an ihrer Stirn. Alles geschah gleichzeitig und erschien mir ganz und gar unwirklich. Ihr Kopf flog nach hinten, ein Krachen wie von hundert Scherben, sie rutschte nach unten. Das Kissen an der Stuhllehne, auf dem ihr Hinterkopf aufgeprallt war, war nicht mehr gelb, sondern rot, über und über.

  Die Kugel hatte sie mitten im Satz und mitten in die Stirn getroffen. Instinktiv duckte ich mich sofort wieder, kroch unter den Tisch, drückte mich so flach wie nur irgend möglich auf die Terracottafliesen, wartete auf weitere Einschläge. Das Herz schlug mir bis zum Hals. Auf der Dachterrasse bot ich ein perfektes Ziel. Den einzigen Sichtschutz bildeten die vielen Pflanzentöpfe und -kübel.

  Bumm-bumm-bumm, hämmerte mein Herz.

  Ich starrte auf Yvonne Urbans Zehen, nur wenige Zentimeter von meiner Nase entfernt, auf die Scherben des zerbrochenen Blumentopfs hinter ihrem Stuhl, nahm aber nichts davon wirklich wahr. Irgendwo klappte eine Autotür zu. Kinderstimmen von der Straße. Verkehrsrauschen vom anderen Donauufer.

  Von wo hatte der Mörder geschossen?

  Wann drückte er wieder ab?

  Bumm-bumm-bumm.

  Ich verkroch mich noch mehr unter dem Tisch, presste den Körper noch fester auf den Boden, obwohl beides kaum mehr möglich war, bemerkte, dass ich den Atem angehalten hatte. Ich schnappte nach Luft und ertappte mich dabei, dass ich zu beten begonnen hatte.